Vergleich
Hochzeitswebsite kostenlos ohne Werbung: versteckte Kosten (2026)
Eine kostenlose Hochzeitswebsite ohne Werbung kostet trotzdem etwas: Gebühren und Tracker, die wir im Oktober 2026 bei Zola, The Knot und Joy gefunden haben.
Vom BrideSpark-Team · 15 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Zola, The Knot und Joy zeigten auf den Gästeseiten, die wir im Oktober 2026 geöffnet haben, weder Werbebanner noch gesponserte Dienstleister. Werbung gibt es in den kostenlosen Tarifen allgemeiner Website-Baukästen wie Wix und WordPress.com. Die Haken der Hochzeitsplattformen liegen woanders: Kartengebühren ab 2,5 % auf Geldgeschenke, kostenpflichtige Domains und Extras, ein eigener Shop oder eine eigene Hotelsuche und Werbe-Tracker im Hintergrund.
Zeigen kostenlose Hochzeitswebsites euren Gästen Werbung?
Auf dem Bildschirm nicht. Wir haben drei Gästeseiten in Handy- und in Desktopgröße in einem Browser geöffnet, der jede Anfrage einer Seite protokolliert, jede bis ganz nach unten gescrollt und die Seiten zu Wunschliste und Anreise aufgerufen. Eine war die öffentliche Zola-Website eines echten Paars, eine die öffentliche Website eines echten Paars bei The Knot (Hochzeit im Dezember 2025), die dritte Joys eigene Demo-Website. Für die Wunschlisten- und Anreiseseite von Zola haben wir Zolas Beispielseite genommen. Die Paare nennen wir nicht. Sie haben nicht darum gebeten, in einem Artikel vorzukommen.
Keine der drei zeigte ein Werbebanner oder einen „empfohlenen Dienstleister“. Das sahen die Gäste stattdessen (die Seiten waren auf Englisch, deshalb zitieren wir sie so):
| Was Gäste sehen | Zola | The Knot | Joy |
|---|---|---|---|
| Werbebanner oder Anzeigen | Keine | Keine | Keine |
| Gesponserte Dienstleister | Keine | Keine | Keine |
| Fußzeile | Zola-Logo, „About Zola“, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Zola-Supports, „Start your wedding website“ | „Created on The Knot“ und „Getting married? Create your wedding website for free.“ | Joy-Logo, „Guest Help“, „About“, „Browse Designs“ |
| Wunschlisten-Seite | Zolas eigener Shop mit „Free shipping every day“ (auf Zolas Beispielseite) | Die Geschenke des Paars aus mehreren Shops, eine Hochzeitskasse und „Add to cart“ | Die Geschenke und Hochzeitskassen des Paars |
| Anreiseseite | Hotel und Rabattcode des Paars (auf Zolas Beispielseite) | Der Button „WEBSITE“ beim Zimmerkontingent öffnet eine Buchungsseite von Engine, dem Reisepartner von The Knot | Die Hotels des Paars, dazu Joys eigene Hotel- und Mietwagensuche mit Preisen |
Je ein Besuch am 23. Oktober 2026, aus Kanada. Aus einem anderen Land, mit einem anderen Design oder an einem anderen Tag kann es anders aussehen, und die Joy-Website eines echten Paars kann von Joys Demo abweichen.
Jede Fußzeile ist Eigenwerbung der Plattform, gerichtet an eure Gäste. Für ein kostenloses Produkt ist das ein fairer Tausch, und unsere Seiten machen es genauso. Das Kommerzielle steckt auf den Seiten für Wunschliste und Anreise. Der Button zum Zimmerkontingent bei The Knot trägt eine Markierung, an der Engine erkennt, dass der Gast von The Knot kommt. Joys Demo-Anreiseseite zeigt die Hotels des Paars und einen Rabattcode von Avis, darunter eine Mietwagensuche von Joy („From $19.52“, mit Hertz, Thrifty und Dollar). Laut Joys Bedingungen für Mietwagen kommen diese Autos über die Expedia Group, und Joy tritt dabei als Vermittler auf.
Werden eure Gäste auf Hochzeitswebsites getrackt?
Stellt euch vor, eure Oma öffnet eure Hochzeitswebsite, um nachzusehen, wann die Trauung anfängt. Auf dem Bildschirm will ihr niemand etwas verkaufen. Im Hintergrund hat ihr Handy aber gerade Kontakt mit ein paar Dutzend fremden Firmen aufgenommen, viele davon aus der Werbebranche.
Bei je einem Besuch kontaktierte jede der drei Gästeseiten rund drei Dutzend externe Domains, Schrift- und Hostingdienste eingerechnet. Darunter waren, soweit wir sie zuordnen konnten:
- Zola (Seite eines echten Paars): Werbepixel von Meta, TikTok, Pinterest, Reddit, Google Ads und Microsoft Bing; Attentive, ein Dienst für SMS-Marketing; LogRocket und Crazy Egg, die mitschneiden und als Heatmap auswerten, wie Besucher eine Seite nutzen; und Skripte der Affiliate-Netzwerke Sovrn (VigLink), Rakuten und Impact.
- The Knot (Seite eines echten Paars): dieselben Pixel von Meta, TikTok, Pinterest, Reddit, Google Ads und Bing; Reichweitenmessung von comScore; die Tools für Kundenkommunikation Customer.io und Braze; und Affiliate-Skripte von Skimlinks und CJ.
- Joy (Joys Demo-Website): Tags von Criteo, Pinterest, Bing und Google, dazu Cookie-Abgleiche mit rund 20 Adtech-Firmen, darunter Taboola, Outbrain, PubMatic und Xandr. Die Anreiseseite lud zusätzlich Microsoft Clarity, ein weiteres Tool, das Sitzungen aufzeichnet.
Zählt man nur die externen Domains, die bei diesem einen Besuch Cookies setzten, kam Joys Seite auf 20, die von Zola auf 9 und die von The Knot auf 4.
Ein Pixel meldet einer Werbefirma „dieser Browser hat gerade diese Seite angesehen“, damit sie der Person später Anzeigen zeigen oder eine Kampagne messen kann. Ein Beweis, dass irgendjemandes Name verkauft wurde, ist das nicht. Affiliate-Skripte können normale Links in Provisionslinks verwandeln; wir haben gesehen, dass sie geladen wurden, aber nicht getestet, ob sie Links umgeschrieben haben. Den Rest erzählen die Datenschutzerklärungen:
- Zolas Erklärung (Stand 9. Oktober 2025) enthält eine Tabelle zu den Datenschutzgesetzen der US-Bundesstaaten. Bei der Frage, ob Zola diese personenbezogenen Daten zu Werbezwecken an Dritte verkauft oder weitergibt („Do We Sell or Share This Personal Information With Third Parties for Advertising Purposes?“), steht „Yes“: bei Kontaktdaten, bei Online-Kennungen und Surfverhalten und bei Angaben zu Wunschliste und Event.
- Die Erklärung von The Knot (gültig seit 16. September 2026) sagt: „Wir erlauben außerdem anderen Dritten (z. B. Werbenetzwerken und Adservern wie Google und anderen), personalisierte Werbung auszuspielen.“
- Joys Datenschutzerklärung (Stand 28. August 2026) sagt: „Wir ‚teilen‘ bestimmte personenbezogene Daten mit Werbenetzwerken Dritter zum Zweck verhaltensbasierter Werbung.“ Im Abschnitt für Europa und Großbritannien nennt sie Criteo, Google Ads, Meta Ads und Microsoft Ads unter den externen Firmen, die als eigene Verantwortliche handeln.
Alle drei haben ein Opt-out-Formular und sagen, dass sie Opt-out-Signale des Browsers respektieren; Zola und Joy nennen ausdrücklich Global Privacy Control. Für eine große Verbraucher-Website ist das alles nicht ungewöhnlich, und die meisten Onlineshops sehen unter der Haube ähnlich aus. Der Unterschied ist, wer auf der Seite landet. Eure Gäste waren nicht shoppen. Sie haben die Seite geöffnet, weil ihr ihnen einen Link geschickt habt.
Zum Vergleich unsere eigenen Gästeseiten: Eine Hochzeitswebsite von BrideSpark zeigt keine Werbung und lädt keinen Werbecode. Sie lädt allerdings Google Analytics, um Besuche zu zählen (dafür gibt es ein Cookie-Banner), und Google sieht dabei einen Code wie site-1a2b3c, nie eure Namen. Außerdem steht auf jeder Seite ein kleiner Link „Erstellt mit BrideSpark“, der Gäste einlädt, ihre eigene Hochzeit zu planen, und den ihr nicht abschalten könnt.
Womit verdienen kostenlose Hochzeitswebsites ihr Geld?
Jede verdient irgendwo, und woran sie verdient, verrät euch, wohin sie eure Gäste lenken wird.
Zola: vor allem ein Shop
Zola sagt das ganz offen. In den FAQ nennt sich Zola „in erster Linie ein Shop“ mit mehr als 100.000 Geschenken von über 1.000 Marken und schreibt, es verdiene sein Geld „mit den Produkten und Erlebnissen, die wir verkaufen“, an Hochzeitskassen dagegen nichts. Dienstleister werden kostenlos gelistet und zahlen dafür, mit Brautpaaren in Kontakt zu kommen. Ein paar Extras kosten ebenfalls Geld: In Zolas iPhone-App sind der Sitzplan für mehr als 15 Gäste (14,99 $), Premium SMS (59,99 $ oder 79,99 $), die Einwegkamera für mehr als 5 Gäste (39,99 $ für 150) und Website Animations (1,99 $ bis 9,99 $) kostenpflichtig.
The Knot: Hochzeitsdienstleister
Der Mutterkonzern von The Knot gibt an, Hochzeitsdienstleistern 22,5 Millionen Anfragen im Jahr zu vermitteln. Dieser Marktplatz gehört zur Planungsseite, auf der Gästeseite haben wir nichts davon gesehen. Die Website selbst hat laut The Knot „keine Pflichtgebühren oder versteckten Kosten“, dafür „optionale kostenpflichtige Upgrades, etwa eine eigene Domain“.
Joy: Wunschliste, Upgrades und Reisen
Joy sagt, es verdiene Geld, „wenn Gäste Artikel kaufen, die Brautpaare auf ihre Wunschliste setzen und die Joy verkauft“. Außerdem verkauft Joy eine eigene Domain, Messaging Plus für SMS, einen Sitzplan (einmaliger Kauf pro Event) und Premium-Digitalkarten. Auf der Preisseite steht für keines davon ein Preis.
Die Reisefunktion solltet ihr verstehen, bevor ihr den Link verschickt. Öffnet ein Gast eure Seite „Where to Stay“, prüft Joy private Tarife („Closed User Group“) und vergleicht sie mit anderen Preisen, euer Zimmerkontingent eingeschlossen: „Findet Joy einen besseren Preis, bietet es diesen Tarif den Gästen als Option an.“ Joy betont, dass das euer Kontingent nie aushebelt, und beide Prüfungen sind standardmäßig eingeschaltet. Das kann einem Gast echtes Geld sparen. Euch kann es Geld kosten. Wenn ihr laut Hotelvertrag für Zimmer aus dem Kontingent zahlen müsst, die niemand bucht, ist jeder Gast, der den günstigeren Preis nimmt, ein Zimmer, das ihr womöglich trotzdem bezahlt (unser Ratgeber zum Zimmerkontingent im Hotel erklärt solche Verträge). Abschalten könnt ihr das unter Event Settings > Where to Stay > Advanced Hotel Settings (so heißen die Menüs auf Englisch): Dort stellt ihr „Help guests compare and find the lowest rate before booking“ und „Share Joy’s exclusive hotel discounts when available“ aus.
Minted: Papeterie
Zur kostenlosen Website von Minted gibt es ein Guthaben von 50 $ für Hochzeitspapeterie, und das verrät den Plan: Die Website ist die Eingangstür zum Papeterie-Shop. Eine eigene URL kostet 15 $ im Jahr, und für 49 $ richtet ein Concierge-Service die Website für euch ein.
BrideSpark: Druck und ein paar gekennzeichnete Links
Jede Funktion von BrideSpark ist für jedes Brautpaar kostenlos. Wir verdienen an optionaler gedruckter Papeterie und Fotoabzügen und an Provisionslinks, die überall, wo sie auftauchen, mit einem Hinweis gekennzeichnet sind: eine Expedia-Suche „Hotels in der Nähe der Location finden“ auf eurer Website, Amazon-Links auf eurer Wunschliste, Buchungslinks für die Flitterwochen und Empfehlungslinks zu Honeyfund, Honeymoon Wishes und MyRegistry. Die Hotelsuche ist standardmäßig eingeschaltet, und die Warnung zum Zimmerkontingent bei Joy gilt auch für sie: Wenn ihr ein Kontingent füllen müsst, schaltet sie unter Anreise & Unterkunft ab. Es gibt keine Werbung, keinen Geschenkeshop und keine bezahlten Platzierungen für Dienstleister, und wir verkaufen keine Daten.
Alle Gebühren und Haken in einer Tabelle
Geprüft am 23. Oktober 2026 auf den eigenen Seiten und im Hilfecenter jedes Anbieters (bei Zolas Extras auch im App-Store-Eintrag). Es sind US-Anbieter, deshalb stehen alle Preise in US-Dollar. „Nicht angegeben“ heißt, dass wir die Zahl auf der Website des Anbieters nicht gefunden haben.
| Zola | The Knot | Joy | Minted | BrideSpark | |
|---|---|---|---|---|---|
| Website | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos |
| Werbung auf der Gästeseite | Keine gesehen | Keine gesehen | Keine gesehen | Nicht geprüft | Keine |
| Werbe-Tracker auf der Gästeseite | Ja | Ja | Ja (Demo-Website) | Nicht geprüft | Keine Werbepixel; Google Analytics zählt Besuche |
| Kartengebühr auf Geldgeschenke | 2,5 % | 2,5 % | Gebühr von Stripe (3,5 % in Joys Beispiel), dazu 1,70 $ pro Überweisung auf euer Konto | Kartenzahlung über Stripe, Satz nicht angegeben | Keine Geldabwicklung; es gelten die Gebühren eurer Kasse |
| Wer die Kartengebühr zahlt | Standardmäßig die Gäste; ihr könnt sie übernehmen | Die Gäste; ihr könnt sie nicht übernehmen | Die Gäste die Kartengebühr, ihr die 1,70 $ | Nicht angegeben | Entfällt |
| Ohne Kartengebühr per | Venmo | Venmo (nur am Handy) | Venmo, PayPal, Cash App | Venmo oder PayPal | Verlinkt jede Kasse, die ihr wollt |
| Eigene Domain | Ab 17,99 $ | 19,99 $ für 1 Jahr oder 39,98 $ für 2; .wedding 99,99 $ im Jahr | Etwa 19,99 $ im Jahr, verlängert sich automatisch | 15 $ im Jahr | Nicht verfügbar |
| Kostenpflichtige Extras | Sitzplan für mehr als 15 Gäste, Premium SMS, Einwegkamera für mehr als 5 Gäste, Website Animations | Optionale Upgrades, „etwa eine eigene Domain“ | SMS, Sitzplan, Premium-Digitalkarten (Preise nicht angegeben) | Einrichtungsservice für 49 $ | Druck, wenn ihr ihn wollt |
| Reisebuchung auf der Gästeseite | Hotel-Links des Paars | Zimmerkontingent über den Buchungspartner Engine | Hotel- und Mietwagensuche von Joy | Nicht geprüft | Hotelsuche von Expedia, abschaltbar |
Einer der Top-Treffer der englischsprachigen Suche zu diesem Thema hat zwei Zahlen falsch. Die Domain bei The Knot kostet nicht „20 bis 40 $ im Jahr“, sondern 19,99 $ für ein Jahr oder 39,98 $ für zwei. Und Joys Hochzeitskassen sind nicht gebührenfrei, wenn ein Gast mit Karte zahlt: Laut Joys Hilfeseite zu Kartenbeiträgen zahlt der Gast die Bearbeitungsgebühr, und ihr zahlt 1,70 $ pro Überweisung.
Gebühr für die Hochzeitskasse: Wer zahlt wie viel?
Angenommen, 30 Gäste schenken euch per Karte je 150 $ für die Flitterwochenkasse. Das sind 4.500 $, und die Gebühren sehen so aus:
| Gebühr auf 4.500 $ | Auf ein Geschenk von 150 $ | Wer zahlt | |
|---|---|---|---|
| Zola, 2,5 % | 112,50 $ | 3,75 $ | Die Gäste, außer ihr übernehmt sie (dann bekommt ihr 4.387,50 $) |
| The Knot, 2,5 % | 112,50 $ | 3,75 $ | Immer die Gäste |
| Joy, mit den 3,5 % aus Joys Beispiel | 157,50 $ | 5,25 $ | Die Gäste, dazu 1,70 $ für jede Überweisung auf euer Bankkonto |
| Venmo vom Bankkonto, mit Debitkarte oder aus dem Guthaben | 0 $ | 0 $ | Niemand |
| Venmo mit Kreditkarte | 135 $ | 4,50 $ | Der Gast (3 %) |
Bei Zola erscheint die Gebühr an der Kasse als „Handling Fee“: Eure Tante tippt 150 $ ein, und abgebucht werden 153,75 $. Nutzt ihr Zolas Hochzeitskasse, raten wir euch, die Gebühr selbst zu übernehmen. Bei 4.500 $ sind das 112,50 $, und niemand zahlt einen Aufschlag auf sein Geschenk.
The Knot lässt euch diese Wahl nicht. Im Hilfecenter steht, die 2,5 % „müssen vom Gast bezahlt werden“. Die gebührenfreie Venmo-Option funktioniert nur, wenn ein Gast vom Handy aus schenkt, nicht vom Computer. Außerdem begrenzt The Knot jede Zahlung in eine Hochzeitskasse auf 5.000 $ und nimmt nur US-Dollar an. Das spielt eine Rolle, wenn Verwandte in Kanada oder Europa etwas schenken wollen. Venmo hilft ihnen auch nicht weiter: Laut den Nutzungsbedingungen von Venmo muss man sich dafür in den USA aufhalten und ein US-Bankkonto haben. Überall, wo die Gäste die Kartengebühr zahlen, hilft ein klarer Satz auf der Wunschlisten-Seite:
Und für alle Gäste, die nicht in den USA wohnen:
Braucht ihr eine eigene Domain?
Die meisten Paare nicht. Gäste kommen auf eine Hochzeitswebsite, indem sie auf einen Link in einer Nachricht oder E-Mail tippen oder den QR-Code auf der Einladung scannen, und kaum jemand tippt die Adresse je selbst ein. (BrideSpark bietet keine eigenen Domains an, behaltet das bei unserer Meinung im Hinterkopf.) Wenn ihr trotzdem eine wollt, lest die Bedingungen für die Verlängerung, bevor irgendetwas in Druck geht:
- Zola: ab 17,99 $, und ihr könnt eine anderswo gekaufte Domain auf eure Zola-Website umleiten.
- The Knot: 19,99 $ für ein Jahr oder 39,98 $ für zwei; .wedding-Adressen kosten 99,99 $ im Jahr. Die Domain verlängert sich nicht automatisch, und wenn sie abläuft, fällt eure Website auf ihre kostenlose Adresse zurück. Die eigene Adresse auf euren Einladungen funktioniert dann nicht mehr. Bei 15 Monaten Verlobungszeit kauft ihr also gleich zwei Jahre.
- Joy: etwa 19,99 $ im Jahr, verkauft über GoDaddy, mit standardmäßig eingeschalteter automatischer Verlängerung. Schaltet sie nach der Hochzeit ab, wenn ihr nicht noch ein Jahr bezahlen wollt.
- Minted: 15 $ im Jahr, mit einer Erinnerung 60 Tage vor Ablauf.
Wir würden darauf verzichten und die 20 $ lieber in Briefmarken stecken.
So prüft ihr jede Hochzeitswebsite in fünf Minuten
Bevor ihr den Link an 150 Leute schickt, schaut euch die Seite mit ihren Augen an.
- Öffnet eure veröffentlichte Website auf dem Handy in einem privaten Browserfenster. So seht ihr sie abgemeldet, wie ein Gast.
- Scrollt ganz nach unten. Lest die Fußzeile und tippt jeden Link an, um zu sehen, wohin er führt.
- Öffnet die Wunschlisten-Seite und beginnt ein Geldgeschenk. Geht bis zur Kasse, ohne zu bezahlen, und sucht nach einer Zeile mit einer Gebühr.
- Öffnet die Anreiseseite. Achtet auf Buchungssuchen oder Hotelpreise, die ihr nicht selbst eingetragen habt, und prüft, ob euer Zimmerkontingent gut zu finden ist.
- Öffnet die Datenschutzerklärung über die Fußzeile und sucht mit „Auf Seite suchen“ nach „sell“ und „share“ (in einer deutschen Fassung nach „verkaufen“ und „weitergeben“). Diese Absätze sagen euch mehr als der ganze Rest.
- Ladet die Website am Computer mit einer Browsererweiterung, die Tracker blockiert, und schaut auf deren Zähler. Oder öffnet die Entwicklertools eures Browsers, wählt den Tab „Netzwerk“ und ladet die Seite neu: An der Adresse jeder Anfrage seht ihr, mit welcher externen Firma die Browser eurer Gäste sprechen.
- Setzt euch mit einer zweiten E-Mail-Adresse selbst auf die Gästeliste und meldet euch zurück. Das dauert eine Minute. Danach beobachtet ihr ein paar Wochen lang, was in diesem Postfach landet.
Dann ändert ihr die Einstellungen, die euch oder eure Gäste Geld kosten: Übernehmt bei Zola die Kartengebühr, und schaltet Joys Hotelpreisvergleich ab (bei BrideSpark „Hotels in der Nähe der Location finden“ unter Anreise & Unterkunft), wenn ihr ein Kontingent füllen müsst. Wenn ihr nicht wollt, dass Fremde euren Ablauf und eure Hotelinfos lesen, setzt ein Passwort. Unser Ratgeber zur Hochzeitswebsite mit Passwort erklärt, was ein Passwort verbirgt und was nicht.
Gibt es eine Hochzeitswebsite ganz ohne Haken?
Nicht wirklich, denn irgendwer muss die Server bezahlen. Aussuchen könnt ihr euch, wer bezahlt und auf welche Weise.
| Option | Was es kostet | Der Haken |
|---|---|---|
| WedSites | Einmalig 39 $, 99 $ oder 199 $ | Die Tarife decken 6, 12 oder 24 Monate Hosting ab, und Online-Rückmeldungen gibt es erst ab dem Tarif für 99 $. WedSites sagt, es schalte „niemals Werbung auf eurer Website, egal in welchem Tarif“. |
| Squarespace | Kein kostenloser Tarif (14 Tage Testphase) | Ein Bezahltarif, und Rückmeldungen kommen über einen Formularblock an (per E-Mail, in Google Drive oder in Mailchimp) |
| Wix, kostenloser Tarif | Kostenlos | Ein „Wix-Werbebanner oben“ auf eurer Website |
| WordPress.com, kostenloser Tarif | Kostenlos | „Kostenlose WordPress.com-Websites enthalten Werbung.“ |
| Zola, The Knot, Joy | Kostenlos | Keine sichtbare Werbung, aber Werbe-Tracker im Hintergrund, Kartengebühren auf Geldgeschenke und kostenpflichtige Extras |
| BrideSpark | Kostenlos | Ein Link „Erstellt mit BrideSpark“ in der Fußzeile, Besuchszählung mit Google Analytics, keine eigene Domain und eine gekennzeichnete Provision, wenn ein Gast über die Hotelsuche rund um die Location bucht |
Welche Option zu euch passt, hängt davon ab, was ihr am meisten vermeiden wollt:
- Zola, wenn ihr einen großen Wunschlisten-Shop mit Hochzeitskassen in einem einzigen Bezahlvorgang wollt und die Gebühr von 2,5 % selbst übernehmt (mehr dazu in BrideSpark vs. Zola).
- The Knot, wenn ihr dort ohnehin Dienstleister sucht. Von den drei Gästeseiten ließ die von The Knot die wenigsten externen Domains Cookies setzen (vier).
- Joy, wenn eure Gäste ihre Zimmer selbst buchen und ihr kein Kontingent füllen müsst, denn Joys Hotel- und Mietwagensuche findet für sie vielleicht günstigere Preise.
- Minted, wenn ihr sowieso Papeterie bei Minted bestellt und das Guthaben von 50 $ mitnehmen wollt.
- WedSites, wenn ihr lieber einmal für eine Website ohne Werbung bezahlt, und Squarespace, wenn ihr einen allgemeinen Website-Baukasten mit Hochzeitsvorlagen wollt.
- BrideSpark, wenn euch Werbe-Tracker auf einer Seite stören, die ihr eurer Oma schickt. Unsere kostenlose Hochzeitswebsite hat keine Werbung und keinen Geschenkeshop und verlinkt auf jede Wunschliste und Hochzeitskasse, die ihr schon nutzt.
Alle weiteren Anbieter im Vergleich findet ihr bei den besten Baukästen für die Hochzeitswebsite.
Häufige Fragen
Ist Zola wirklich kostenlos?
Ja, was die Hochzeitswebsite und die Planungstools angeht. Zola sagt, es verdiene sein Geld als Shop mit den Geschenken, die es verkauft, und nicht mit Hochzeitskassen. Bezahlen könntet ihr trotzdem für eine eigene Domain (ab 17,99 $), eine Kartengebühr von 2,5 % auf Geldgeschenke (standardmäßig zahlen sie die Gäste, ihr könnt sie aber übernehmen) und Extras wie den Sitzplan für mehr als 15 Gäste (14,99 $ in der iPhone-App). Preise geprüft im Oktober 2026.
Zeigt The Knot Werbung auf Hochzeitswebsites?
Nicht auf der echten Gästeseite, die wir im Oktober 2026 geprüft haben. Es gab keine Werbebanner und keine Einträge von Dienstleistern, nur eine Fußzeile mit „Created on The Knot“. Die Seite lud aber Werbepixel von Meta, TikTok, Pinterest, Google und anderen, und laut seiner Datenschutzerklärung lässt The Knot Werbenetzwerke personalisierte Werbung ausspielen.
Wer zahlt die Gebühr von 2,5 % auf eine Hochzeitskasse?
Das hängt von der Website ab. Bei Zola zahlen sie standardmäßig die Gäste, ihr könnt sie aber übernehmen. Bei The Knot zahlen sie immer die Gäste. Bei Joy zahlen die Gäste die Kartengebühr von Stripe (3,5 % in Joys Beispiel) und ihr 1,70 $ für jede Überweisung auf euer Bankkonto. Bei allen drei zahlt ein Gast keine Gebühr, wenn er über Venmo vom Bankkonto, mit Debitkarte oder aus dem Venmo-Guthaben zahlt; Venmo funktioniert allerdings nur in den USA. Geprüft im Oktober 2026.
Was kostet eine eigene Domain für die Hochzeitswebsite?
Auf den Seiten der Anbieter im Oktober 2026: Zola ab 17,99 $, The Knot 19,99 $ für ein Jahr oder 39,98 $ für zwei (.wedding-Adressen 99,99 $ im Jahr), Joy etwa 19,99 $ im Jahr und Minted 15 $ im Jahr. Die Domains von The Knot verlängern sich nicht automatisch, die von Joy schon, solange ihr die automatische Verlängerung nicht abschaltet.
Verkaufen Hochzeitswebsites die Daten der Gäste?
Zola, The Knot und Joy schreiben alle in ihren Datenschutzerklärungen, dass sie personenbezogene Daten an Werbenetzwerke weitergeben oder diese personalisierte Werbung ausspielen lassen, und bei je einem Besuch im Oktober 2026 luden ihre Gästeseiten Werbepixel von Firmen wie Meta, Google und Criteo. Ein Beweis, dass Name oder Adresse eines Gastes verkauft wurden, ist das nicht. Alle drei bieten ein Opt-out-Formular an und sagen, dass sie Opt-out-Signale des Browsers respektieren; Zola und Joy nennen Global Privacy Control.
Gibt es eine kostenlose Hochzeitswebsite ohne Werbung?
Ja. Die Gästeseiten von Zola, The Knot und Joy, die wir im Oktober 2026 geprüft haben, zeigten keine Werbung, und Hochzeitswebsites von BrideSpark enthalten überhaupt keinen Werbecode. Die kostenlosen Tarife von Wix und WordPress.com zeigen dagegen Werbung. Der Unterschied liegt unter der Oberfläche: Die Seiten von Zola, The Knot und Joy luden Werbe-Tracker, während BrideSpark Besuche mit Google Analytics zählt und dabei einen Code statt der Namen des Paars verwendet.
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